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AZ-Artikel - 27.05.19: Nerlich bleibt Bürgermeister, Wockenfuß knapp vor Wachholz

 
Wahlbeteiligung bei Gifhorner Bürgermeisterwahl bei 55,41 Prozent – 18.177 gültige Stimmen abgegeben

Bürgermeister Matthias Nerlich. Foto: Cagla CanidarVon Uwe Stadtlich, Andrea Posselt, Thorsten Behrens
Gifhorn. Matthias Nerlich (CDU) ist der alte und neue Bürgermeister der Stadt Gifhorn. Mit einem deutlichen Wählervotum von 60,06 Prozent siegte er klar vor Nicole Wockenfuß (Grüne) mit 15,24 Prozent, Gunter Wachholz (SPD) mit 14,93 Prozent und AfD-Kandidat Stefan Marzischewski-Drewes mit 9,76 Prozent.

Es dauerte lange, ehe sich Nerlich am Wahlabend im Rathaus blicken ließ. Um kurz vor 21 Uhr betrat er den Ratssaal – Applaus brandete auf. Sichtlich bewegt und erleichtert bedankte sich Nerlich für das überragende Ergebnis: „Das ist weit mehr, als ich mir vorgestellt habe“, so der Verwaltungschef, der seine Wahl auch als Bestätigung für den guten Job seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus wertete. „Ich habe dafür gekämpft, nicht in eine Stichwahl gehen zu müssen und mit 50 Prozent plus X gerechnet“, bezog Gifhorns Bürgermeister Position. „Mehr als 60 Prozent ist jedoch großartig und macht mich glücklich und froh“, strahlte Nerlich, der mit seiner Stellvertreterin Kerstin Meyer mit einem Glas Champagner auf seinen Erfolg anstieß.

„Er hat es verdient, denn er hat hart dafür gearbeitet“, gab’s für Nerlich lobende Worte von Helmut Kuhlmann, Ehrenvorsitzender der CDU. CDU-Kreisvorsitzender Andreas Kuers strahlte: „Das ist ein riesiger Sieg und Beleg dafür, dass Matthias als Bürgermeister hoch angesehen ist. Ich habe darum auch im Vorfeld nie über einen zweiten Wahlgang nachgedacht.“

Lange Zeit gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Grünen-Kandidatin Nicole Wockenfuß und dem SPD-Kandidaten Gunter Wachholz – durchaus auch mit nur einer Stimme Unterschied. Um 21.02 Uhr stand mit dem Ergebnis aus dem letzten der 37 Wahllokale fest: Wockenfuß hat die zweitmeisten Stimmen. „Die Stadt wollte Matthias Nerlich als Bürgermeister behalten. Aber die Wähler haben schwarz-grün gestärkt. Ich werde meine Themen einbringen“, machte sie klar, dass sie die Gifhorner Politik weiter mit gestalten wolle.

Die drittmeisten Stimmen erzielte SPD-Kandidat Gunter Wachholz. Er zeigte sich als fairer Verlierer. „Wir haben eben einen populären Bürgermeister.“ Der miese Bundestrend der SPD und das Thema Klimaschutz habe nicht gerade für Aufschwung bei den Sozialdemokraten gesorgt. Dennoch: „Der Wahlkampf hat Spaß gemacht.“

Stefan Marzischewski-Drewes blieb knapp unter zehn Prozent – und hätte sich mehr gewünscht. Und: „Die niedrige Wahlbeteiligung ist erschreckend“, sagte er.

Quelle: Aller-Zeitung vom 23.03.2019
Foto: Cagla Canidar


 

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